Koch mal langsam

Ich habe eine neue Art zu kochen entdeckt.

Eigentlich waren mir Mikrowellen ja schon immer suspekt- von Kalt auf Warm in 30 Sekunden kann einfach nichts sein. (Na ja, okay. Zum Aufwärmen ab und zu benutze ich sie schon- aber eigentlich nur, wenn’s sich nicht vermeiden lässt.)

Dann bin ich auf diversen amerikanischen Blogs über den Begriff “slow cooker” (manchmal auch “crockpot”genannt ) gestolpert.

Kochen mit dem Slow CookerZehn Minuten Vorbereitung und dann am Ende des Tages ein warmes leckeres Essen, zartes Fleisch und einen wunderbaren Duft in der Küche- das musste ich mir einfach genauer anschauen!

Also habe ich mich durch verschiedene Kochblogs gelesen.
Tolle Rezepte hat zum Beispiel “I heart Nap Time“. Sehr unterhaltsam, weil einfach unglaublich amerikanisch sind auch die Slow Cooking Mamas @ The Crocking Girls (schaut Euch die ausführlichen Kochvideos an!) Allerdings benutzen alle Rezepte amerikanische Maße und für meinen Geschmack viel zu viele Fertigprodukte.

Weiter half mir bei der Suche nach Rezeptideen dann “USA Kulinarisch”, “Slow Cooker Rezepte” und schliesslich der “Crockyblog” (alle in deutsch). Also habe ich mir einen kleinen (3,5 Liter) Crockpot von Murphy Richards bestellt und das Slowcooker Grundkochbuch von Gabriele Frankemölle (nein, mein Blog ist nicht gesponsert, ich bin nur begeistert…)

Als ich endlich alles in Händen hielt konnte ich es kaum erwarten, den Slow Cooker auszuprobieren. Da ich Kinder habe war die Wahl eigentlich klar: Spaghetti Bolognese “ohne Käse” (Zitatgesang meiner Tochter).

Das ganze war unglaublich einfach: Hackfleisch, Gemüse, Speck anbraten, ablöschen und alles mit Tomaten, Tomatenmark und Kräutern in den Slow Cooker geben. Und dann einfach für die nächsten sechs Stunden vergessen. (Na ja, ich gebe zu, beim ersten Mal habe ich alle halbe Stunde neugierig geschaut!)

Am Abend habe ich nur noch schnell Nudeln gekocht. Fertig. Und was soll ich sagen: die Soße war ein Gedicht!

Aber das ganze war noch nichts gegen den nächsten Versuch: Gulasch.
Wenn’s draußen kalt ist liebe ich einfach ein gutes Gulasch mit Sauerkraut oder auch ohne.
Ich habe das Fleisch noch nie so zart hinbekommen. Zehn Stunden slow kochen sorgen dafür, dass man das Messer getrost weglassen kann- das Fleisch zerfällt mit der Gabel.

Eine tolle Lösung ist das ganze vor allem für faule Wochenenden. Nach dem Frühstück kurz vorbereiten, dann den ganzen Tag im Garten werkeln, einen Ausflug mit den Kindern machen oder einfach nur mit einem guten Buch auf dem Sofa versinken und dann abends lecker essen, ohne noch viel tun zu müssen. Himmlisch!

Was ich bisher noch nicht ausprobiert habe ist komplette Slow Cooker Mahlzeiten vorzubereiten und einzufrieren- dazu ist mein Gefrierschrank noch zu voll mit Zwetschgen und Erdbeeren, die darauf warten zu Marmelade verarbeitet zu werden.
Aber man muss sich ja noch Ziele stecken können… Inspiration hab ich schon: “Loving my nest” hat dazu einen tollen Post.

Habt ihr’s ausprobiert? Dann würde ich mich über Nachrichten in den Kommentaren freuen!

Einen guten Appetit wünscht Euch

Eure Anja !

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